Ich schreib das hier grade um kurz nach 10 am 25.4. im Container auf der Apfelfarm. Das Geräusch meiner Finger auf der Tastatur ist das einzige Geräusch hier, alle andern schlafen schon. Wann ich das hochladen kann weiß ich nicht so genau...alles was hier steht könnte also, wenn ihr das lest, schon bisschen her sein.
Weils aber ne Menge zu erzählen gibt und mein Gedächtnis ja auch nicht mehr das Jüngste ist, arbeit ich mal vor (klingt aus meiner Hand vielleicht für manche seltsam...vorarbeiten...naja gibt für alles ein erstes Mal)
In meinen Ohren klingt zur Abwechslung von der Pop-/Rockmischung, die hier im Radio kommt mal wieder Schandmaul, dann kanns ja losgehen :P
An der Apfelfront gibts seit meinem letzten Bericht wenig neues. Wir pflücken was das Zeug hält.
Zwischendurch hatten wir aber mal ein paar Tage frei und warn mal wieder campen. Mit dabei warn 3 unserer Apfelpflückkollegen: Atsu, Chris und Thirza. Wenn ichs schaff beim hochladen noch paar Bilder mit ranzuhängen könnt ihr selbst rausfinden, wer wer ist.
Beim campen haben wir Gordon aus Glen Huon, seine Familie und ein paar ihrer Freunde kennengelernt.
Gordon war früher Fischer und hat uns auch gleich ma mit raus auf See genommen zum Thunfisch fangen.
Sowohl Robert als auch ich haben Fische zwischen 20 und 30 Kilo an Bord gezogen...Jojos Fisch war so schwer, der ist wieder ausgebüchst.
Dieser herrausragende Erfolg beim Fischen hat dann auch für die Tage unsre Ernährung dominiert...Thunfisch Sushi, Sashimi Tataki, Thunfischsteak und Thunfisch Pasta um nur mal ein paar unserer Mahlzeiten zu nennen.
Nachdem wir unsere Zelte abgebrochen hatten und nicht so richtig wussten, wie wir das immer noch freie Wochenende nutzen sollten, sind wir in der Stadt wem in die Hände gelaufen? Gordon! (es gab nochmal 2 Tage Thunfisch...)
Wie schon angeklungen sind wir für 4 Nächte bei ihm zuhause untergekommen. Bei ihm zuhause sind so 50 Hektar Land, ganz oben auf nem Berg mit nem Haus. Auf dem Land treiben sich Schweine rum, ein Schaf, 3 Hunde, ein kleiner bunter Papageienvogel und unzählige Wallabies. Genug, damit Gordon, seiner Frau und seinen 2 Kindern nicht langweilig wird. Und weil wir ungern für umme bei gastfreundlichen Familien speisen und lieber im Gegenzug mit anpacken, uns auch nicht.
Mit anpacken hieß auf der einen Seite Angelshows ansehen, Motorbikes fahren und reparieren, Wallabies jagen und häuten, Müll aufräumen und mit Monique, Gordons 5 Jahre alter Tochter, neue Wörter üben die mit "C" oder "P" anfangen.
Auf der andern Seite (das ist die melancholisch traurige Seite) hieß es aber auch einen im Busch verschollenen Vater eines Freundes zu suchen, der seit 2 Wochen vermisst wird.
Leider hat die Suche nach ihm in der Zeit, die wir mitgeholfen haben keinen Erfolg gehabt. Die ganze Sache ist ne lange Geschichte zu erzählen, ich schreib das jetzt nicht alles, drückt aufs Gemüt.
Auf jeden Fall sind wir seit gestern wieder am ackern. Heute sind endlich sie Saftäpfel reif zur Ernte...Nerzmäntel, wir kommen!
Am Ende dieser kleinen nächtlichen Schreibstunde schöne Grüße nach Hause und danke für die Mails.
Es ist jetzt viertel vor 11, Audioslave hat Schandmaul abgelöst...ich geh auch schlafen, gute Nacht!
Update: Jetzt ists halb 12 morgens, heute gehts zurück aufs Festland, ich bin zu faul alles umzuschreiben und es hat sich auch nicht viel neues getan. Wir warn so schnell im Saftäpfel pflücken (7 Bins am Tag), dass alle schon Donnerstag Mittag weg waren.
Weil ihr jetzt einen nicht ganz aktuellen Beitrag lesen musstet häng ich euch zum Ausgleich Bilder an (Katrin wir ham Bilder von Alaska gemacht aber ich hab sie noch nicht aufm Laptop, kriegst welche per Mail.)